Ungarischer Nationalfeiertag
Am 15. März, dem ungarischen Nationalfeiertag, wird alljährlich dem Revolutions- und Freiheitskampf von 1848/49 gedacht.
Als in Ungarn der bisherige Finanzminister und Vorsitzender des Verteidigungsausschusses Lajos Kossuth am 12. September 1848 den liberalen Ministerpräsidenten Lajos Batthyány ablöste, wurde dem österreichischen Kaiser Ferdinand I. als Folge der revolutionären Ereignisse in Österreich die Anerkennung als König von Ungarn verwehrt.
Nachdem Ferdinand I. die März-Verfassung erlassen hatte, die unter anderem Einengungen wie beispielsweise die Abschaffung der Pressefreiheit enthielten, kam es in der Folge am 7. März 1849 zum Unabhängigkeitsaufstand. Um den Aufstand niederzuschlagen, marschierte die kaiserliche Armee in Ungarn ein. Diese musste sich jedoch am 10. April 1849 vor dem Revolutionsheer zunächst zurückziehen.
Am 14. April 1849 erklärte daraufhin der ungarische Reichstag seine Unabhängigkeit vom Hause Habsburg-Lothringen und rief die Republik aus. Die anderen europäischen Staaten erkannten jedoch die Unabhängigkeit nicht an. Zusammen mit russischen Truppen schlugen die österreichische Armee die ungarische Revolution nieder. Am 3. Oktober 1849 kam es zur Kapitulation der letzten ungarischen Einheiten.
In den darauf folgenden Tagen und Wochen wurden über hundert Anführer des ungarischen Aufstands hingerichtet.
* Quelle: Wikipedia - Ungarn, Märzrevolution